Schilddrüsenerkrankung beim Hund

Wenn der Hund Probleme mit der Schilddrüse hat

Generell ist eine Erkrankung der Schilddrüse beim Hund nicht ganz so einfach zu erkennen. Das ist beim Menschen auch nicht anders. Es gibt zwar einige Symptome, die dafür sprechen, dennoch treten genau diese Symptome auch bei anderen Erkrankungen auf, so dass man sich ohne eingehende Untersuchung niemals sicher sein kann. Besteht der Verdacht auf einen Schilddrüsenkrankheit, sollte der Tierarzt aufgesucht werden, denn je schneller Klarheit herrscht, desto besser kann die Behandlung anschlagen. Nur der Tierarzt kann mit Sicherheit feststellen, ob es sich um eine Schilddrüsenerkrankung handelt oder ob der geliebte Hund womöglich unter den ersten Alterserscheinungen oder einer anderen Krankheit leidet. Fest steht: Eine Schilddrüsenerkrankung des Hundes geht mit starken Begleiterscheinungen einher und je schnell sie diagnostiziert und behandelt wird, desto besser sind die Chancen, dass das Tier ganz normal weiterleben kann.

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Was ist die Aufgabe der Schilddrüse?

Bei der Schilddrüse handelt es sich um ein Organ, welches Hormone bildet. Die Form der Schilddrüse ähnelt der eines Schmetterlings mit zwei Flügeln, die rechts und links der Luftröhre anliegen. Sie sind durch eine Art Steg miteinander verbunden.In der Schilddrüse des Hundes werden unter anderem die Hormone Thyroxin, Triiodthyronin sowie Calcitonin gebildet. Letzteres spielt für den Knochenstoffwechsel des Hundes eine bedeutende Rolle. Gesteuert wird die Schilddrüse von einem Teil des Gehirns und von der Hirnanhangdrüse, auch Hypothalamus genannt. Dort wiederum wird das Hormon TSH (Thyrotropin) gebildet, welches die Schilddrüse dazu bewegt, die genannten Hormone auszuschütten. Durch diese wechselseitige Wirkung kommt es in einem gesunden Organismus zu stabilen Stoffwechselparametern. Außerdem sorgen die beiden Hormone Thyroxin und Triiodthyronin dafür, dass der Grundumsatz und der Energieverbrauch des Organismus erhöht werden. Sie steigern den Blutdruck, erhöhen die Herzschlagfrequenz und die Talg- und Schweißdrüsenproduktion. Man kann durchaus sagen, dass die Hormone, die in der Schilddrüse gebildet werden, auf fast alle Organe des Hundes Einfluss nehmen. Deswegen ist es auch logisch, dass sich Schilddrüsenprobleme oder Krankheiten auf vielfältige Weise negativ auswirken und zahlreiche andere Erkrankungen nach sich ziehen kann.

Was bewirken die Hormone in der Schilddrüse?

Die Aufgaben der Schilddrüsenhormone sind vielseitig. Zum Beispiel regen sie den Stoffwechsel an, steigern die Körpertemperatur sowie die Schlagkraft des Herzens und haben eine Wirkung auf den Blutdruck. Sie wirken bei allen Wachstumsvorgängen mit, wirken auf die Skelettmuskulatur, die Spannung der Muskeln und auch auf die Spermienbildung, die Läufigkeit, die Fortpflanzungsfunktionen und die knochenbildenden Zellen. Ein Hormonmangel wirkt sich also auf die unterschiedlichsten Bereiche des Hundeorganismus aus.

Schilddrüsenerkrankungen beim Hund

Hunde leiden sehr häufig an einer Schilddrüsenunterfunktion, wohingegen Katzen vielmehr zur Überfunktion der Schilddrüse neigen. Die Unterfunktion kommt vor allem bei großen Hunderassen vor und Experten vermuten, dass vor allem der Golden Retriever und der Dobermann Pinscher besonders anfällig dafür sind. Allerdings können grundsätzlich alle Hunderassen eine Schilddrüsenerkrankung bekommen, häufig tritt diese Krankheit ab dem mittleren Lebensalter auf. Die Krankheit beginnt schleichend, weswegen die Symptome häufig vom Hundebesitzer auf das Alter zurückgeführt werden: Beispielsweise, dass der Hund nicht mehr so gerne spielt oder spazieren gehen will. Bis die Schilddrüsenerkrankung erkannt wird, vergehen meistens ein bis zwei Jahre. Die ersten Veränderungen beginnen zu einem deutlich früheren Zeitpunkt und bleiben erst mal unbemerkt.

Was passiert bei einer Schilddrüsenunterfunktion?

Wie es der Name schon sagt, produziert die Schilddrüse des Hundes bei einer Unterfunktion nicht ausreichend das Hormon Thyroxin. Die Ursachen dafür sind entweder eine entzündete Schilddrüse oder aber die Zurückbildung der Schilddrüse, wofür man meistens keine genaue Ursache feststellen kann. Möglicherweise handelt es sich bei der Entzündung der Schilddrüse um eine autoimmune Reaktion, das heißt, dass körpereigenen Antikörper das Gewebe der Schilddrüse angreifen. Weitere Gründe für eine Unterfunktion können Jodmangel sein, eine Erkrankung der Hirnanhang Drüse, die operative Entfernung der Schilddrüse, eine angeborene Unterfunktion oder ein Tumor an der Schilddrüse.

Wie äußert sich eine Schilddrüsenunterfunktion beim Hund?

Es gibt viele Symptome, die dafür sprechen können, dass der Hund an einer Unterfunktion der Schilddrüse leidet. Dazu gehören zum Beispiel Müdigkeit, Trägheit und eine auffallende Empfindlichkeit gegenüber Kälte. Oftmals wird das Haarkleid dünner und es kommt zu teilweisem oder auch komplettem Haarausfall. Viele Hunde verlieren am ganzen Schwanz ihre Haare, so dass dieser danach aussieht wie ein Rattenschwanz. Auch Entzündungen der Ohren gehen damit manchmal einher. Die Haut des Hundes ist trocken und neigt ebenfalls zu Entzündungen, teilweise ist sie auch verdickt. Dies führt mitunter im Beriech des Kopfs zu einem traurigen Gesichtsausdruck – zumindest macht es so den Eindruck. Wenn das Tier läuft, kann man manchmal eine Schwäche feststellen, teilweise auch Lähmungen oder ein unkontrollierter Gang. Manche Tiere leiden außerdem unter Verstopfung oder Durchfall, außerdem werden betroffene Hunde oftmals fettleibig. Unter den Tierärzten weniger bekannte Symptome sind eine schlechte Wundheilung, Hibbeligkeit, aggressives Verhalten, Probleme mit dem Herzen, schlechte Ansprechbarkeit beim Training und Hecheln im Ruhezustand ohne erkennbaren Grund. Allerdings können die genannten Symptome auch bei anderen Krankheiten auftreten, was es besonders schwierig macht, die Schilddrüsenunterfunktion auch als solche zu erkennen. Vor allem aber, wenn das Tier eine auffallende Verhaltensänderung an den Tag legt wie zum Beispiel eine plötzliche Aggression, Konzentrationsschwäche, erhöhte Reizbarkeit oder Antriebsschwäche, kann dies ein Zeichen dafür sein, dass es sich hier bereits um ein fortgeschrittenes Stadium der Schilddrüsenerkrankung handelt.

Wie kann man eine Schilddrüsenunterfunktion mit Sicherheit feststellen?

Der behandelnde Tierarzt muss in jedem Fall ein Blutbild machen, damit andere Krankheiten ausgeschlossen werden können. Dabei sind vor allem die T4 und TSH Werte ausschlaggebend. Auch ein Blick auf Selen, Zink, Eisen und Jod ist wichtig, denn wenn diese Werte einen Mangel anzeigen, kann es sein, dass die Schilddrüse nicht korrekt arbeitet. Außerdem wird der Tierarzt vermutlich ein Organprofil anlegen, um herauszufinden, woran das Tier leidet. Auch eine Ultraschalluntersuchung kann hilfreich sein, um die Diagnose zu sichern. Wichtig ist allerdings, dass das Tier bereits vor der Untersuchung keine Medikamente mehr erhält, die das Untersuchungsergebnis beeinflussen könnte – dazu zählen zum Beispiel Cortison, Schmerzmittel oder verschiedene Antibiotika. Leider betrachten viele Ärzte nur den T4 Wert, der allerdings alleine nicht aussagekräftig ist. Angebracht wäre hier vielmehr ein kompletter Check samt Schilddrüsenprofil samt fT3, T3, fT4, T4 und TSH Wert. Im Urin des Tiers kann zusätzlich noch der Cortisol Wert festgestellt werden. Es ist also wichtig, dass es sich um einen Tierarzt handelt, der sich genau auf diesem Gebiet, nämlich der Endokrinologie mit Schwerpunkt Schilddrüse gut auskennt.

Schilddrüsenüberfunktion beim Hund: eher eine Ausnahme

In wenigen Fällen leiden Hunde auch an einer Überdosis an Schilddrüsenhormonen. Das hat zur Folge, dass das Tier an Herzrasen, Schweißausbrüchen und an einer Gewichtsabnahme leidet. Betroffene Tiere sind nervös, sie zittern, fressen und trinken viel, nehmen dabei aber dennoch ab. Für die Schilddrüsenüberfunktion ist meist ein Tumor verantwortlich. Bei jungen Tieren kann vermehrt eine besondere Form der Schilddrüsenüberfunktion beobachtet werden, nämlich die alimentär bedingte Hyperthyreose. Sie wird unter anderem durch das Verfüttern von rohem Fleisch verursacht, und zwar genau dann, wenn die Schilddrüse am Fleisch bzw. Schlund nicht entfernt wurde.

Wie wird eine Schilddrüsenunterfunktion behandelt?

Auch wenn der Hund an einer Unterfunktion der Schilddrüse leidet, kann er, wenn sie richtig behandelt wird, ein ganz normales Leben führen. Meistens erfolgt die Behandlung durch eine Substitutions-Therapie. Dabei werden die nicht oder zu wenig produzierten Hormone dem Tier mittels Tabletten zugeführt. Allerdings müssen Medikamente für die Schilddrüse ein Leben lang eingenommen werden, denn anders ist eine Hyperthyreose nicht heilbar. Dennoch hat der Hund, wenn er diese Hormone verabreicht bekommt, eine ganz normale Lebenserwartung bei gleicher Lebensqualität. Wichtig ist jedoch, dass die Medikation sehr gut abgewogen und eingestellt wird. Werden die Hormone zu hoch dosiert, kann es zu einem beschleunigten Herzschlag und Unruhe oder Durchfall kommen, und auch das Herz ist ein einer Überdosierung in Gefahr. Werden sie zu niedrig dosiert, entfalten sie keine ausreichend Wirkung. Bei einer passenden Medikation sind keine Nebenwirkungen zu erwarten. Um sicherzustellen, dass die Behandlung auch den gewünschten Erfolg zeigt, wird vom Arzt nach etwa 2 Monaten eine erste Blutspiegel Kontrolle durchgeführt. Dabei wird exakt vier Stunden nach der morgendlichen Gabe der Hormone das Blut entnommen und der T4 Blutspiegel gemessen. Die Dosierung der Hormone wird nach dem Ergebnis möglicherweise noch angepasst.

Die Ernährung

Tatsächlich spielt auch die Ernährung eine nicht unbedeutende Rolle beim Thema Schilddrüse. In konventionelle Hundefuttersorten wird schon seit Jahrzehnten ausreichend Jod beigefügt. Wer seinen Hund jedoch barft, sollte also darauf achten, das nötige Jod separat zuzuführen. Auch andere Spurenelemente fehlen häufig, wen der Hund gebarft wird: zum Beispiel Selen. Beide sind wichtig für die Verstoffwechslung und die Bildung der Schilddrüsenhormone. Das Hundefutter sollte also gerade bei Tieren mit Schilddrüsenproblemen über einen optimierten Jod- und Selengehalt verfügen. Der Tierarzt kennt sich normalerweise in Sachen Ernährung aus und kann vermutlich die beste Entscheidung in Bezug auf das Hundefutter treffen. Wer ganz sichergehen will, kann auch noch einen Ernährungsspezialisten für Hunde zu Rate ziehen. Eine umfassende Untersuchung des Bluts und der Hormonwerte samt Ultraschall und Schilddrüsenprofil ist beim Tierarzt ziemlich kostspielig. Die dauerhafte Behandlung mit den entsprechenden Medikamenten hingegen ist nicht mehr wirklich teuer. Eine Hundeversicherung kommt für die entstandenen Tierarztkosten bei Schilddrüsenproblemen in jedem Fall auf.

 


 

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