Welche Rechtsschutzversicherung ist die Richtige für mich?

Deutsche Bürger sind nicht wegen jeder Kleinigkeit bei Gericht, allerdings bei einem Streitwert ab 2000 Euro nehmen sich viele einen Anwalt. Eine Rechtsschutzversicherung lohnt sich dann auf jeden Fall. Alles was das Gericht regeln soll, ist eine teure Angelegenheit. Die meisten Deutschen meiden aus Kostengründen einen Prozess. Dieser Trend wird in Zukunft noch verschärft werden.
Die Versicherer schätzen, dass die Kosten für einen Rechtsstreits in Zukunft, um über 16 Prozent höher sein werden. Grund ist das 2. Kostenrechtsmodernisierungsgesetz, wodurch die Honorare für am Prozess beteiligte Personen erhöht werden. Allein schon deshalb lohnt sich eine Rechtsschutzversicherung. Es gibt verschiedene Angebote der Rechtschutzversicherung, die verschiede Bereiche des Lebens abdecken.

Rechtsschutz für Angestellte, Mieter und Autofahrer

Vor allem Angestellte, Mieter und Autofahrer sind eine Personengruppe, die diesen Schutz haben sollte. Gerade bei Unstimmigkeiten mit dem Vermieter wenn es z. B. um die Nebenkostenabrechnung geht, kann es sehr teuer werden.

Auch Autofahrer läuft die Gefahr jederzeit an einem Unfall beteiligt zu sein und muss sich unter Umständen bei Gericht verantworten und seine Unschuld zu beweisen. Für Gutachten muss er mitunter einen Kostenvorschuss von bis 3000 Euro bezahlen.
Auch Angestellte sollten abgesichert sein, denn der Streit mit einem Arbeitgeber vor dem Arbeitsgericht muss in jedem Fall selbst bezahlt werden. Ein Arbeitsgerichtsstreit kann mitunter sehr teuer werden.
Der Vorstandsvorsitzende von der Roland Rechtsschutzversicherung findet, dass vor allem Manager und kleinere Unternehmen in Sachen Rechtsschutz Nachholbedarf haben und bald auf die Versicherer zukommen werden.

Vor allem Manager haben in mehrfacher Hinsicht Bedarf: Sie müssen sich gegen Strafrechtsvorfälle, die unter ihrer Betriebsführung vorkommen versichern. Bedarf haben sie auch sich gegen mögliche Vermögensschaden bei Haftung zu schützen. Im Fall einer Kündigung benötigten Manager zudem eine sogenannte Anstellungsvertragsrechtsschutzversicherung.

Rechtsschutzversicherungen werden gerne genutzt!

Und die Rechtsschutzversicherung kommt tatsächlich immer wieder zum Einsatz. Versicherte nehmen durchschnittlich alle fünf Jahre ihre Versicherung in Anspruch.

Nehmen Versicherte von Rechtsschutzversicherungen ihren Schutz öfter in Anspruch, wegen Kleinigkeiten zum Beispiel, laufen sie Gefahr, dass der Anbieter das Vertragsverhältnis kündigt.
Das ist nicht das einzige Manko der Rechtsschutzversicherung. Sie ist verhältnismäßig teure im Vergleich mit anderen Versicherungen.

Bestandskunden profitieren zunächst von günstigeren Tarifen

Versicherer geben die gestiegenen Prozesskosten an die Kunden weitergeben. Das wird vor allem die Neukunden treffen, Bestandskunden bleiben fürs Erste verschont. Die Anbieter, geben aufgrund eines hohen Wettbewerbsdrucks die angestiegenen Koste nur zum Teil an ihre Kunden weiter. Es ist davon auszugehen, dass die Preise im Branchendurchschnitt immerhin um ca. zehn Prozent nach oben klettern werden.
Ein Vergleich bei einem Versicherungsvergleichsportal lohnt sich in jedem Fall und ist bare Münze wert.

Derzeit kostet die günstigste Rechtsschutzversicherung für eine Familie (Privat, Beruf, Verkehr und Wohnen) circa 25 Euro im Monat. Mit einer Selbstbeteiligung die 150 Euro beträgt reduziert sich der Beitrag auf 18,50 Euro pro Monat. Verbraucher sollten vor dem Abschluss immer darauf achten, dass die Versicherung ihrer Wahl alle für sie wichtigen Risiken abdeckt.

Viele Rechtsschutzversicherer bieten dem Versicherungsnehmer wirtschaftliche Anreize um nicht den Anwalt ihres Vertrauens zu beauftragen, sondern stattdessen einen Anwalt zu wählen der mit dem Versicherer zusammenarbeitet. Mit diesen Anwälten hat der Versicherer eine Vereinbarung getroffen, so dass die Gebühren direkt mit den Rechtsschutzversicherer abgerechnet werden, was Anwälte die der Mandant frei wählt nicht tun würden.
Verbrauchern sollten deshalb, bei der Auswahl des Versicherungsproduktes bachten, dass die freie Wahl des Anwalts im Vertrag festgeschrieben ist.

Versicherungsnehmer sollten nach Möglichkeit Einschränkungen vermeiden

Verbraucher sollten auf jeden Fall Rechtsschutzversicherungen meiden, es Einschränkungen wie eine Mediation ohne eingangs anwaltliche Beratung gibt, deren Kosten der Rechtsschutzversicherer trägt, festgeschrieben sind und der Versicherer die Kosten für einen Rechtsstreit erst danach übernimmt, denn oft reicht ein einziger Brief vom Anwalt und die Sache ist geklärt.
Gibt es diese Einschränkung muss der Versicherungsnehmer entweder die Kosten für einen Anwalt selbst tragen oder er wird nicht darüber aufgeklärt, welche Rechte und Pflichten er hat.

Ehe Kunden sich entscheiden eine Rechtsschutzversicherung abzuschließen, sollten sie bereits andere private Versicherungen haben wie: Haftpflicht-, Berufsunfähigkeits-, Lebens-, und Unfallversicherung, denn diese Versicherungsprodukte sind vorrangig ehe man sich für eine Rechtsschutzversicherung entscheidet. Sie versichert nicht alle Risiken eines Verbrauchers. In der Rechtsschutzversicherung sind gerade die so wichtigen Erbrechts- und Familienangelegenheiten nicht mit versichert. uUnd über diese Dinge streiten sehr viele Verbraucher und sind dabei völlig ohne Versicherungsschutz. Wirklich wichtig ist der Autofahrerrechtsschutz, denn das kann man nie vorhersehen und ein Rechtsstreit ist hierbei sehr teuer.