Haus Versicherung
Das Haus gehört wohl zu den größten Investitionen, die sich jemand leistet.

Dementsprechend stolz sind die Besitzer auf ihr Eigentum, welches vielleicht schon ein jahrelanger Traum war und wo viel Arbeit reingesteckt wurde. Doch niemand möchte, dass sein Eigentum beschädigt wird. Gleiches gilt für das Haus. So stabil es doch wirken mag, ein Unwetter oder ein Sturm reichen schon, um größere Schäden zu verursachen. Und solche Schäden verursachen Kosten. Für solche Fälle gibt es die Haus Versicherung.

Mit der Wohngebäudeversicherung können bestimmte Schadensfälle versichert werden. Es handelt sich dabei um eine gebundene, die aus mehreren Teilversicherungen besteht. Im Fall der Wohngebäude wären das die Feuer-, Wasser- und Sturmversicherung. Je nach Versicherer können auch noch weitere angebunden sein, die genannten drei Teilversicherungen sind aber Standard bei allen.

Beachten Sie aber, dass bei der Gebäudeversicherung nur die Immobilie selbst versichert ist. Die selbst eingebrachte Ausstattung wird von der Versicherung nicht abgedeckt. Darunter fällt Mobiliar, Küche, Elektrogeräte und alles was bei der Fertigstellung noch nicht zum Haus gehörte. Hier muss eine Hausratversicherung abgeschlossen werden, die bei Schadensfällen am Hausrat zahlt. Sie sollte immer mit der Wohngebäudeversicherung abgeschlossen werden.

Welche Haus Versicherung sind sinnvoll?

Wie bereits erwähnt, sollte die Wohngebäudeversicherung Teil der Hausversicherung sein. Denn Schäden an Gebäuden können sehr teuer sein und für diese Kosten möchte man sicherlich nur ungern selbst aufkommen. Bedenken Sie, dass bei einem Totalschaden die Kosten meist ins Sechsstellige gehen. Besser ist es also, man zahlt den jährlichen Beitrag, ist aber im Fall der Fälle auf der sicheren Seite. Es muss aber auch beachtet werden, welche Schäden explizit im Vertrag aufgenommen werden. Dazu aber später mehr.

Die Hausratversicherung kommt für Schäden an Möbeln, Fernsehern, elektronischen Geräten etc. auf. Bei einem Brandfall wird nur selten das Gemäuer beschädigt, so dass eine Wohngebäudeversicherung nicht ausreicht, um alle Schäden abzudecken. Sie können selbst entscheiden welcher Hausrat versichert werden soll. Gegenstände mit geringerem Wert, die man getrost auch selbst bezahlen kann, lohnt sich eine solche nicht. Denn je mehr in die Versicherung aufgenommen wird, desto höher ist der Betrag. Versichern Sie also nur das, was wirklich nötig ist.

Neben diesen essentiellen für die Hausversicherung, gibt es noch weitere sinnvolle. Eine davon ist die Grundbesitzerhaftpflichtversicherung. Langer Name, kurzer Sinn. Fällt jemand innerhalb der Grenzen Ihres Grundstücks und zieht sich dabei eine Verletzung zu, so muss in der Regel Schadensersatz gezahlt werden. Vor allem der Winter ist eine sehr gefährliche Saison. In solchen Fällen kommt die Versicherung für Sie auf. Haben Sie bereits eine Privathaftpflichtversicherung, dann kann es sein, dass Sie keine gesonderte Grundbesitzerhaftpflichtversicherung mehr abschließen müssen.

Versicherungen wie die Elementarschaden, die Glas und die Versicherung für Photovoltaikanlagen sind optional und sollten überlegt sein. In gefährdeten Regionen kann eine Überflutungsversicherung sinnvoll sein. Eine für Solaranlagen brauchen Sie natürlich auch nur dann, wenn Sie im Besitz einer solchen Anlage sind. Man muss hier also abwägen, ob es sich lohnt solche Zusatz für die Hausversicherung abzuschließen.

Wohngebäudeversicherung

Wie bereits erwähnt, besteht die Wohngebäudeversicherung aus drei Teilen. Auf diese wollen wir nun kurz im Detail eingehen. Denn die Versicherung deklariert meist genau, für welche Schäden sie aufkommt und für welche eben nicht. Dies sollte immer von Vornherein geklärt werden, damit man im Schadensfall kein blaues Wunder erlebt.

Feuerversicherung

Die Feuerversicherung kommt für Schäden auf, bei denen es sich um einen Brandfall handelt. Ein solcher Brand kann durch Blitzeinschläge, Kurzschlüsse und Überspannung entstehen. Für Schäden durch Blitze an sich wird meistens auch gehaftet. Des weiteren sind Schäden durch Gasexplosionen und durch Implosionen in die Versicherung aufgenommen worden. Allerdings werden Schäden durch explodierende Weltkriegsbomben häufig nicht von der Versicherung gezahlt, da es sich um Kriegsmaterial handelt. Eine endgültige Entscheidung wurde aber bislang noch nicht getroffen.

Leitungswasserversicherung

Wie der Name bereits sagt, werden bei dieser Schäden durch austretendes Leitungswasser abgedeckt. Schäden am feuchten Mauerwerk und möglicher entstehender Schimmel sind Folgen eines undichten Rohres. Platzt ein solches Rohr, dann kommt die Versicherung meist für die Schäden und den Austausch auf. Auch Schäden durch eingefrorene Rohre im Winter sind von der Leitungswasserversicherung abgedeckt. Allerdings sind Schäden durch Flutwasser nicht abgedeckt. Hierfür muss eine Elementarschadenversicherung abgeschlossen werden.

Sturmversicherung

Bei der Sturmversicherung sind Schäden durch Sturm und Hagel eingeschlossen. Für die meisten gilt ein Sturm erst dann als solcher, wenn er mindestens Windstärke 8 erreicht. Windhosen und Tornados erreichen diese Windstärke locker. Schäden durch diese Naturphänomene sind also versichert. Beim Hagel gibt es keine näheren Angaben, hier werden also Schäden durch alle Korngrößen abgedeckt. Für Starkregen haftet die Versicherung erst dann, wenn Wasser durch ein kaputtes Fenster eindringt, welches sturmbedingt zu Bruch gegangen ist.

Welche Schäden sind nicht versichert?

Schäden für die man selbst verantwortlich sind, müssen in der Regel auch selbst bezahlt werden. Brände die durch Kamine entstanden sind, werden von der Versicherung nicht gedeckt, da es sich dabei um ein selbst gelegtes Feuer handelt. Für Glasschäden muss eine Glasversicherung aufkommen, da diese Schäden nicht von der Wohngebäudeversicherung abgedeckt sind. Schäden durch kriegerische Auseinandersetzungen, die in Europa glücklicherweise zur Seltenheit geworden sind, werden auch nicht von den Versicherungen gedeckt. Alle weiteren nicht versicherten Schäden, können Sie jeweils bei der Versicherung in Erfahrung bringen.

Kosten der Hausversicherung

Da viele in die Haus Versicherung einfließen, können die Kosten sehr unterschiedlich sein. Letztlich hängt es auch immer davon ab, was versichert wird und welchen Wert es hat. Im Falle eines Hauses muss dafür der aktuelle Wert errechnet werden, der nicht mit dem Marktwert verwechselt werden darf. Als Grundlage der Berechnung dienen der Baupreisindex und der Wert 1914. Teilt man den Baupreis des Hauses durch den Baupreisindex des Baujahres, so erhält man den Wert 1914 in Goldmark.

Wird dieser Wert mit dem Baupreisindex des aktuellen Jahres multipliziert, so erhält man den Versicherungswert des Hauses. Der Wert ändert sich somit jedes Jahr, und muss dementsprechend immer wieder neu berechnet werden. So wird eine Unterversicherung verhindert und es wird sichergestellt, dass für alle Schäden aufgekommen werden kann.
Der Baupreisindex stellt im Übrigen die baupreisliche Entwicklung auf dem Baumarkt dar. Seit 1914 ist dieser Wert nicht mehr stabil. Daher kommt auch der Wert 1914.

Was gilt es noch zu beachten bei einer Haus Versicherung?

Auch Anbauten wie Garagen oder Gartenhäuschen, können in die Hausversicherung aufgenommen werden. Die Beiträge steigen dadurch natürlich, so dass Sie gut überlegen sollten, ob es sich lohnt diese Anbauten tatsächlich aufzunehmen. Eine Hundehütte ist meist auch aus eigener Kraft bezahlbar. Bauliche Veränderungen sollten der Versicherung unmittelbar mitgeteilt werden, da diese ansonsten im Schadensfall nicht berücksichtigt werden. Auch eine Änderung der Nutzung einzelner Räume sollte der Versicherung mitgeteilt werden. Denn in Schlaf- und Kinderzimmern gilt eine gesetzliche Rauchmelderpflicht. Sind keine eingebaut, kann sich die Versicherung auch verweigern für Schäden aufzukommen.